+49 6504 - 955 616 info@live-soziale-chancen.de

Betreuungsstelle Breit

Die Betreuungsstelle ist im Dorf Breit (ca. 300 Einwohner) in der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf in Rheinland-Pfalz angesiedelt. Die Lage bietet dem Kind/dem/der Jugendlichen überschaubare Sozialstrukturen im familiären Umfeld und in der kleinen dörflichen Struktur. Es besteht die Möglichkeit der Integration in das Dorfleben durch eine aktive Teilnahme am Vereinsleben (Jugendfeuerwehr, Musikverein, Karnevalsverein, Sportverein). Der Schulbesuch findet bspw. im 8km entfernten Thalfang statt, wo sich auch ein Schwimmbad, weitere Vereine sowie Läden, Ärzte, Apotheke usw. befinden.

Die Beziehungsarbeit ist der Kern der pädagogischen Arbeit mit dem/der Jugendlichen, wobei alle Familienmitglieder einbezogen sind. Der junge Mensch wird zu einem Teil der Familie der Betreuungsstelle, wodurch frühere positive familiäre Erfahrungen wiederbelebt und negative Erfahrungen durch neue ersetzt und ergänzt und in der gemeinsamen Reflektion eine Integration der Erfahrungen in die eigene Biographie erreicht werden kann.

Durch die enge Verknüpfung mit den neuen Bezugspersonen und die Einzelbetreuungssituation können Stimmungslagen des jungen Menschen von der pädagogischen Fachkraft unmittelbar bemerkt und altersgemäß mit dem Kind/dem/der Jugendlichen reflektiert werden. Hierbei ist die exklusive, tragfähige, verlässliche und persönliche Beziehung zur pädagogischen Fachkraft die Voraussetzung eines gelingenden Alltags. Diese Basis bietet dem Kind/dem/der Jugendlichen die Sicherheit, die für die Stärkung des Selbstwertgefühls und eine psychische Reifung benötigt werden.

In der Betreuungsstelle Breit kann ein/e Jugendliche/r ab etwa 12 Jahren ein familiär strukturiertes Lebens- und Lernumfeld und eine Betreuung durch eine positive und exklusive Beziehung zur pädagogischen Fachkraft finden. Dies setzt bei dem jungen Menschen ebenso wie bei seinem/ihrem Herkunftssystem voraus, dass alle mit der Unterbringung in einem familiären Setting einverstanden sind und dies auch wünschen.

Die Betreuung wird durch die innewohnende pädagogische Fachkraft gewährleistet. Ergänzt und unterstützt wird dies durch die sonstigen Möglichkeiten des Trägers – therapeutische Angebote, gruppenübergreifende Angebote und Vertretungen.

Zur im Haushalt der Betreuungsstelle lebenden Familie gehören neben der Fachkraft auch ihr Ehemann, zwei leibliche Söhne (geboren 2010 und 2013), sowie ein Kater.

Wichtig für die positive Entwicklung des jungen Menschen ist hierbei, neben der materiellen Sicherheit (ausreichend Nahrung, Kleidung, häusliche Wärme und Räumlichkeiten) und der Organisation eines stabilen und verlässlichen Lebensall-tags, vor allem die emotionale Zuwendung und das Annehmen der Individualität durch die erwachsenen Bezugspersonen, wodurch das wichtige Gefühl von Geborgenheit entstehen soll. Ziel hierbei ist es, den Eigensinn des Kindes/des/der Jugendlichen so zu verstehen, dass in krisenhaften Zeiten Sicherheit und Verlässlichkeit geboten werden können.

Das Kind/der/die Jugendliche soll mit Hilfe des familiären Settings in der Entwicklung der heranwachsenden Persönlichkeit und der emotionalen und kognitiven Kompetenzen gefördert werden und auch einen Kompetenzzuwachs im sozialen Miteinander erleben.